2/15/2012

{ s t o r y t i m e } #o1


Zu dieser Karte existiert eine kleine Geschichte. Die Hintergrundgeschichte steht im Zusammenhang mit 'The Mortal Instruments', so ganz leicht, aber man kann es sehr gut lesen, ohne einen Funken Wissen über die Bücherserie zu haben :)

Um die gesamte Storyline (die ich mit meiner Brieffreundin 'Heaven' ausgetüftelt habe) zusammenzufassen, Prinzessin Viatrix vom Lichten Volk (↑) taucht eines Tages in der Hauptstadt der Schattenjäger auf und verlangt Unterstützung da im Zürcher Feenhof gerade ein riesiger Coup d'État im Gange ist. Daraufhin schickt der Rat der Schattenjäger Cyril Pendragon, der gerade seine Ausbildung beendet hat, mit der Elbe, die übrigens in einer kindlichen Form feststeckt (ähnlich wie Midna in Zelda's Twilight Princess), zurück in die Schweiz.

So weit das Grundgerüst.

Die Szene (↓) spielt auf dem Weg zu Viatrix' Bekannten, dem Hexenmeister Zenon, der irgendwo in den Wäldern der Welt haust und der Prinzessin ebenfalls Beistand leisten soll.


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Der Regen auf ihrer Haut fühlte sich kalt an.
Kalt und scharf wie Schwertklingen.

Die Luft zwischen ihnen schien welk, als ob gerade etwas gestorben war.
Viatrix kämpfte gegen den Drang, umzudrehen und wieder in die Nässe zu rennen, nur weg wollte sie. Weg von ihm und seinen verfluchten eisblauen Augen. Weg von seinen zärtlichen Worten.

Dabei war das doch so sinnlos.
Schliesslich war das, was zwischen ihnen bestand rein geschäftlich. Er war mitgekommen, um noch mehr Gefallene zu vermeiden. Das war der Grund, aus dem Viatrix sich in erster Linie an den Rat der Schattenjäger gewandt hatte.

Er schuldete ihr nichts. Und sie ihm auch nicht.

„Liebe ist ein relatives Wort, Pendragon“, meinte sie nach einigen Wimpernschlägen vollkommener Stille.
Sie sah, dass er nicht so dachte. Sie tat ihm weh, wurde ihr bewusst.
„Glaubt ihr das wirklich, Prinzessin?“
Viatrix betrachtete ihr Spiegelbild in seinen blauen, ach so blauen Augen.
Verständnislos, wütend.
„Ja. Ich glaube das. Und du, Schattenjäger, hast kein Recht darauf, meinen Glauben in Frage zu stellen. Du hast kein Recht darauf dich in mich zu verlieben.“

Sie wirbelte umher, vom Ärger beschwingt, und betrachtete den sturmgrauen Himmel.

Seinen Worten schenkte sie keine Beachtung mehr.
Denn Viatrix wusste, würde sie Cyril Pendragon Gehör schenken, würde sie ihm vergeben.

Und Vergebung war etwas, das weder in ihrer Natur noch in ihrer Macht lag.

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So. Genug von mir heute.

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